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  • Wa­rum wa­ren Schön­werths ‚Sit­ten und Sa­gen’ ein ge­schäft­li­cher Miss­er­folg?, in: Streif­zü­ge Bd. 32, Vo­hen­strauß 2010, S. 160-166 (Zu Schön­werths Zei­ten brach­te die Ro­man­tik ei­nen my­tho­lo­gi­schen Boom, den Schön­werth wis­sen­schaft­lich ver­dienst­voll nutz­te, des­sen ge­schäft­li­che Aus­wer­tung u. a. durch welt­an­schau­li­che Ge­gen­strö­mun­gen, aber auch durch „bes­se­res Mar­ke­ting“ der we­ni­ger an der Un­ver­sehrt­heit des Er­zähl­gu­tes ori­en­tier­ten Kon­kur­renz un­ter­lau­fen wur­de).

  • Die Holz­fräu­lein - Ge­heim­nis­vol­le Geis­ter bei den Wald­bau­ern ver­gan­ge­ner Zei­ten, 2. Aufl.,  Press­ath 2011, Szenen neu illustriert von Arne Beitmann, 122 Sei­ten, 38 Abb., 1 Ver­brei­tungs­kar­te für Nord­ost­bay­ern, (Grö­ße­re Er­zäh­lung d. Verf. über ei­nen im Be­reich d. Oberpfälzer Waldes und d. Sudeten ver­brei­te­ten weib­li­chen Wald­geist. Dar­in wer­den zahl­rei­che Be­ge­ben­hei­ten aus dem Nach­lass des Volks­kund­lers F.X. Schön­werth ver­wen­det und mit dem Ge­sche­hen in­ner­halb ei­ner bäu­er­li­chen Ge­mein­schaft ver­knüpft. Der um­fang­rei­che An­hang ent­hält die nach Mo­ti­ven ge­ord­ne­ten Ori­gi­nal­zi­ta­te aus Schön­werths Nach­lass).
     
  • Der ‚Däis­winkl’ in En­zen­rieth, in: Streif­zü­ge Bd. 31/2009 Vo­hen­strauß 2009, S. 82-92 (Der Flur­na­me ‚Däis­winkl’ ei­ner in den Berg­hang rei­chen­den Quell­ver­eb­nung wird na­men­kund­lich in­ter­pre­tiert und my­tho­lo­gisch un­ter­sucht).
     
  • Der zer­tre­te­ne Ku­chen, ei­ne Sa­ge vom Holz­weib­lein, in: Streif­zü­ge Bd. 31/2009 Vo­hen­strauß 2009, S. 57-60 (Die bis­her nur münd­lich tra­dier­te, nach 70 Jah­ren nun auf­ge­schrie­be­ne Er­zäh­lung, er­mög­licht ei­ne klei­ne sa­gen­forscher­li­che In­ter­pre­ta­ti­on).
     
  • Schön­werths Holz­fräu­lein-Sa­gen im Raum Eschen­bach, in: Hei­mat Eschen­bach 2009, Eschenbach 2010, S. 53-63 (Die in der nörd­li­chen Ober­pfalz viel­fach ver­tre­te­nen Holz­fräu­lein-Sa­gen las­sen sich re­gio­nal ver­tieft in­ter­pre­tie­ren, wo­bei ein spe­zi­ell hei­mat­li­ches ‚Bild’ die­ses weib­li­chen Wald­geis­tes ent­steht, das ein­zel­ne Fa­cet­ten der Fi­gur auf­zeigt, aber auch ört­li­che Be­zü­ge er­mög­licht). 
     
  • Holz­fräu­lein, ge­heim­nis­vol­ler Wald­geist, wie­der be­lebt aus dem Schön­werth-Nach­lass, Teil I, in: Hei­mat – Land­kreis Tir­schen­reuth, Bd.21/2009 S. 84-104, Teil II in: Hei­mat – Land­kreis Tir­schen­reuth, Bd.22/2010 S. 66-77 (Die nach Sa­gen­mo­ti­ven sor­tier­ten und er­zäh­le­risch zu­sam­men­ge­füg­ten Ori­gi­nal­zi­ta­te über das ‚Holz­fräu­lein’ er­schei­nen in der hei­mat­kundl. Jah­res­schrift des Land­krei­ses Tir­schen­reuth 2009 und 2010 in zwei Tei­len, je­weils mit der Über­sicht­kar­te von rund 250 Be­le­gor­ten).
     
  • Huf­spu­ren – Vom Pferd in al­ten Ta­gen, in Grä­bern, My­then, Sa­gen, Brauch­tum, re­li­giö­sen Ri­ten […], Press­ath 2007, 378 Sei­ten, geb., 308 Ab­bil­dun­gen (Auf­grund mehr­jäh­ri­ger Be­schäf­ti­gung mit Flur-, Orts- und Ge­wäs­ser­na­men im Ober­pfäl­zer Wald, so­wie mit Volks­er­zäh­lun­gen die­ses Rau­mes, er­weist sich die Prä­senz des Pfer­des in zahl­rei­chen kul­tu­rel­len Ma­ni­fes­ta­tio­nen als ‚Nach­klang ver­gan­ge­ner Pfer­de­zeit­al­ter’. Die­ses Phä­no­men wird in 11 Ka­pi­teln des groß­for­ma­ti­gen Bu­ches un­ter­sucht. Be­le­ge bie­ten die Do­mes­ti­ka­ti­on des Pfer­des seit der Bron­ze­zeit, tra­gen­de Rol­len in vor­christ­li­chen Kul­ten ein­schließ­lich von Grab­ge­bräu­chen, nicht nur bei Kel­ten und Ger­ma­nen. Pfer­de­op­fer ver­schie­dens­ter Kul­tu­ren bis In­di­en und dem na­hem Os­ten. Ge­spann­pfer­de sind dem 3. Jahr­tau­send v. Chr. nach­weis­bar. Wa­gen­trans­port von re­li­giö­sen Sym­bo­len und bei Grab­le­gun­gen seit Jahr­tau­sen­den, Wa­gen­ren­nen in Krieg und Frie­den bis heu­te, schon von Ho­mer aus­führ­lich mit pfer­de­my­tho­lo­gi­schen Ein­zel­hei­ten ge­schil­dert. Ver­gleich­ba­rer Pfer­de­my­thos auch bei Kel­ten und Ger­ma­nen. Ge­flü­gel­te Pfer­de bei ver­schie­de­nen Völ­kern und Re­li­gio­nen. Das wei­ße Pferd als zen­tra­le Er­schei­nung im Kult schon in Keil­schrift­tex­ten. So­gen. Schim­mel­wei­sun­gen be­le­gen pro­fa­ne und re­li­giö­se ‚Wun­der­ta­ten’. Ad­ap­ti­on des ger­ma­nisch-heid­ni­schen Pfer­de­kul­tes durch das Chris­ten­tum bis zu heu­ti­gen Pfer­de­wall­fahr­ten un­ter be­tont christ­li­cher Be­tei­li­gung, die im Vo­tiv­kult auch his­to­risch aus­führ­lich darge­stellt sind. Christ­li­che Ross­hei­li­ge ge­ra­ten teilweise erst durch alt­her­ge­brach­te Um­rit­te in den Sat­tel und ih­re Le­gen­den müs­sen ent­spre­chend an­ge­passt wer­den). 
     
  • Göt­ter, Geis­ter und Dä­mo­nen in den Wald­ge­bir­gen Nord­ost­bay­erns, 3. Aufl., Press­ath 2011, 206 Sei­ten, geb., 62 Ab­bil­dun­gen (Die Vor- und Früh­ge­schich­te des Ober­pfäl­zer Wal­des wird bis heu­te we­ni­ger aus Ar­chi­va­li­en er­schlos­sen, viel­mehr durch Pflan­zen­pol­len aus zahl­rei­chen Moor­un­ter­su­chun­gen er­kenn­bar. Verf. hin­ter­fragt die Ver­gan­gen­heit zu­sätz­lich an­hand re­gio­na­ler Sa­gen; die sich oft an Bur­gen und Rui­nen, in Moo­ren und bei selt­sa­men Stein­for­men ge­bil­det und er­hal­ten ha­ben. Mit ‚Heh­mann’ und ‚Holz­fräu­lein’ wer­den durch zwei Volks­er­zäh­lun­gen gut be­leg­te Wald­geis­ter nä­her un­ter­sucht, die der Verf. auf Kult­fi­gu­ren ver­gan­ge­ner Epo­chen zu­rück­führt).