Natur  Kultur  Geschichte

Die be­reits er­wähn­te Un­ter­su­chung von Moo­ren im Ober­pfäl­zer Wald ließ ei­ne weit ge­streu­te vor- und früh­ge­schicht­li­che Be­sied­lung des Rau­mes er­ken­nen. Da­ge­gen wa­ren ar­chäo­lo­gi­sche Fun­de in die­sem Raum bis An­fang des 21. Jahr­hun­derts sel­ten und wur­den fall­wei­se ger­ne als ‚Wan­der-Ver­lus­te’ ge­deu­tet. Des­halb such­te ich ei­nen al­terna­ti­ven Zu­gang zur Kul­tur je­ner Zeit über Sa­gen und My­then die­ser Ge­gend. Flan­kie­rend hilf­reich er­wies sich da­bei die Be­schäf­ti­gung mit Ge­wäs­ser- und Flur­na­men, fall­wei­se mit freund­li­cher Un­ter­stüt­zung durch Fach­wis­sen­schaft­ler der Uni­ver­si­tät Re­gens­burg.

Da­ge­gen er­hiel­ten die seit dem 19. Jahr­hun­dert von Lieb­ha­bern ge­sam­mel­ten Sa­gen und My­then kaum Deu­tungs­hil­fe sei­tens der Wis­sen­schaft. Ur­sa­chen für die­se Ab­sti­nenz sind wohl po­li­ti­scher Miss­brauch ger­ma­ni­scher My­then im Drit­ten Reich, ver­brei­te­te Un­kennt­nis über vor­christ­li­che Re­li­gio­nen und die wis­sen­schaft­li­che Vor­be­din­gung ‚lü­cken­lo­ser Tra­di­ti­on’ von Sa­gen und My­then bis zu ih­rer schrift­li­chen Do­ku­men­ta­ti­on. Wei­te­re Pu­bli­ka­tio­nen zu ‚Sa­gen und My­then’ sie­he un­ter "Ver­öf­fent­li­chun­gen".

Klaus Ibel: Sagen & Mythen